Strongest Firefighter Cup in Rethwisch

Feuerwehrsport ist ein vielseitiger Begriff - und seit vergangenem Samstag umfasst sie noch eine weitere Auslegung. Die Freiwillige Feuerwehr Ostseebad Börgerende-Rethwisch lud zum neu ins Leben gerufenen "Strongest Firefighter Cup" für Aktive und Jugendliche ein.

Beim Absolvieren der ca. 4x25m-Strecke hieß es mit einem PA-Gerät auf dem Rücken: Schlauchpakete und Kanister tragen, kleine Hindernisse überwinden, zielgenau Kegel abstellen, eine 30kg schwere Puppe ziehen, Treppen hochsteigen auf einen Container, dort mithilfe eines Seils einen Schlauch hochziehen und schlussendlich den Buzzer drücken.

Das klingt schweißtreibend? War es auch, aber wahren Feuerwehrleuten ist keine Herausforderung zu groß und so gingen insgesamt 8 Kameradinnen und 35 Kameraden an den Start, darunter 7 Angehörige unserer Feuerwehr und sogar 2 Urlaub machende Feuerwehrangehörige aus Sachsen und Thüringen.

Besonders schön war zu sehen, dass sich fast alle, die die zwei Läufe absolviert haben, im zweiten Durchgang verbessert haben. Sabine aus Reddelich, die sich zusammen mit uns im Vorfeld auf den Wettkampf vorbereitet hat, meinte, dass sie schon im ersten Lauf alles gegeben habe und sich trotzdem noch einmal um 5 Sekunden verbessert hat. Und so sah es auch bei den anderen Frauen aus. Am Ende konnte sich unsere Anna mit einer Zeit von 57,42 Sekunden den Sieg holen. Platz zwei und drei folgten mit Zeiten von 57,63 Sekunden und 58,76 Sekunden. Platz drei ging ebenfalls in unsere Gemeinde.

Ähnlich knapp und spannend ging es bei den Männern zu. Konrad von der Feuerwehr Ostseebad Nienhagen war der erste, der so richtig durchstartete und erst einmal eine Marke von 45,51 Sekunden setzte. Dies war lange Zeit die Bestzeit, bis sich unser Sven mit 43,89 Sekunden erst einmal an die Spitze des Feldes setzte. Im zweiten Lauf wurde dann das Tempo sichtlich angezogen und Zeiten unter 50 Sekunden purzelten nur so über den Platz. Konrad legte in seinem zweiten Lauf noch einmal nach, konnte die Zeit von Sven aber nicht unterbieten. Das tat sein Teamkollege Leonard für ihn. Mit 42,53 Sekunden führte er nun die Spitze des Feldes an. Sven war nun sichtlich aufgeregt. Würde er seine Zeit und die von Leonard noch einmal toppen können? Und dann flog er förmlich über die Bahn. Ohne Fehlerpunkte drückte er den Buzzer nach unglaublichen 38,80 Sekunden und war an diesem Tag nicht mehr einholbar.

Aber für Leonard blieb es auch nicht beim zweiten Platz, denn unser Marcus hat auch noch einmal alle Kräfte und Nerven zusammengenommen und konnte sich mit einer Zeit von 42,30 Sekunden zwischen den beiden platzieren. Auf den Plätzen 5, 7 und 8 folgten unsere restlichen Kameraden Georg (der älteste unserer teilnehmenden Kameraden) mit 45,82 Sekunden, Matthias mit 46,70 Sekunden und Fabian mit 46,72 Sekunden.

Im Ernstfall brauchen wir uns mit diesen 7 Sportskanonen unter der Einsatzkleidung also keine Sorgen machen.

Aber auch alle anderen Teilnehmenden zeigten starke Leistungen, unglaubliche Bereitschaft und Kampfgeist. Besonders schön war auch, dass sich während des Wettkampfes noch der ein oder andere anfixen ließ und sich auch noch auf die Bahn wagte. Das zeigt, wie ansprechend der Wettkampf für alle Anwesenden war.

Und auch die Jugend war begeistert. Nele hat es besonders gut gefallen, dass auch mal wieder ein Wettkampf mit den Erwachsenen zusammen stattfand, sodass sie nicht nur ihre eige Jugendfeuerwehr unterstützen konnte, sondern auch die Aktiven. Und Ben hat schon gefragt, ob er nächstes Jahr auch bei den "Großen" mitmachen darf.

Aber auch beim Wettkampf der Jugendlichen hatte sich die Feuerwehr Börgerende-Rethwisch etwas Besonderes ausgedacht. Es war eine Mischung aus Bundeswettbewerb und Löschangriff. Die Kinder haben hier einen Staffellauf absolviert, ebenfalls auf einer 4x25m-Bahn. Begonnen wurde mit dem Überqueren der 2m hohen Leiterwand. Danach musste eine 6kg schwere Puppe zu einem sicheren Ablageort gebracht werden. Für den oder die nächste ging es dann mit zwei Kanistern in den Händen durch den allseits bekannten roten Tummel. Danach musste ein Schlauchpaket transportiert und zielsicher abgelegt werden, bevor die letzten beiden eine Schlauchleitung legten und einen Behälter mit Wasser füllen mussten.

So richtig reingekommen sind unsere Jugendlichen an dem Tag leider nicht in die Disziplin, sodass es für die erste der drei Mannschaften unserer Feuerwehr am Samstag "nur" für Platz 5 mit einer Zeit von 83,21 Sekunden reichte. Der Sieg gin an die Feuerwehr aus Reddelich, die die Aufgabe in 77,48 Sekunden erledigen konnten.

Am Ende des Tages kann sich sagen lassen, dass ich der Mut der Feuerwehr Ostseebad Börderende-Rethwisch, mal was Neues auszuprobieren, gelohnt hat und sie damit vielleicht etwas ins Leben gerufen haben, was über mehrere Jahre wachsen kann. Vielen Dank für diesen schönen Wettkampftag. Nächstes Jahr sind wir auf jeden Fall gerne wieder mit dabei.

Zurück